Wie lange hält die Batterie eines Elektroautos? Aktuelle Studie enthüllt unerwartete Erkenntnisse…

Gebrauchte E‑Autos im Test: Studie von Generational bringt überraschende Ergebnisse
Gebrauchte E‑Autos im Test: Studie von Generational bringt überraschende Ergebnisse

Elektrofahrzeuge sind immer häufiger auf den Straßen unterwegs, und die Frage nach der Lebensdauer der Batterie beschäftigt sowohl Käufer als auch Hersteller. Eine neue Studie des Analyseunternehmens Generational wirft hier ein anderes Licht auf das Thema und stellt manche verbreitete Vorstellungen in Frage.

Was untersucht wurde: Eine breite Palette an E‑Autos

Die Studie von Generational analysierte 8.000 gebrauchte Elektrofahrzeuge von 36 verschiedenen Herstellern. Die Fahrzeuge reichen vom fabrikneu bis hin zu Modellen, die bereits 12 Jahre alt sind, mit Kilometerständen von fabrikneu bis über 250.000 km. Im Zentrum der Untersuchung stand der Batteriezustand (auch bekannt als „State of Health“ (SoH)). Diese Messgröße gibt an, wie viel der ursprünglichen Batteriekapazität noch vorhanden ist.

Wie man vorgegangen ist und die wichtigsten Ergebnisse

Die Auswertung zeigt: Der durchschnittliche Batteriezustand über alle untersuchten Fahrzeuge liegt bei 95 Prozent. Zum Vergleich: Der übliche Schwellenwert von 70 Prozent, ab dem ein Batterieaustausch im Rahmen von Garantiebedingungen gerechtfertigt wäre, liegt deutlich darunter. Auch ältere Fahrzeuge (zwischen 8 und 12 Jahren) erreichen noch einen medianen SoH von 85 Prozent, das untere Quartil liegt bei 82 Prozent. Manche Spitzenreiter in dieser Altersgruppe behalten sogar bis zu 90 Prozent ihrer Kapazität.

Besonders aufschlussreich sind die Daten zu Fahrzeugen mit hoher Laufleistung (mehr als 160.000 km). Diese zeigen SoH‑Werte zwischen 88 und 95 Prozent, was nahelegt, dass hohe Kilometerstände nicht automatisch mit starkem Batterieabbau einhergehen.

Was das für den Gebrauchtwagenmarkt heißt

Die Ergebnisse verändern die Sicht auf Wert und Bewertung gebrauchter Elektrofahrzeuge. Die weit verbreitete Annahme, dass Alter und gefahrene Kilometer direkt zu starker Batterie‑Degradation führen, wird durch die Studie in Frage gestellt. Es zeigt sich, dass neuere Fahrzeuge mit hoher Laufleistung manchmal besser dastehen, was den Batteriezustand angeht, als ältere Autos mit weniger Kilometern.

In diesem Zusammenhang fordert Philip Nothard, Vorsitzender der Vehicle Remarketing Association, mehr Transparenz. Er sagt: „Potenzielle Käufer von gebrauchten Elektroautos legen großen Wert auf den Batteriezustand.“ Mehr Transparenz könne helfen, „Missverständnisse zu zerstreuen und Vertrauen in die Technologie aufzubauen.“

Wie’s weitergehen könnte

Dass der Markt für Elektrofahrzeuge von klareren Informationen profitieren würde, ist offensichtlich. Generational empfiehlt deshalb die Einführung standardisierter Batterie‑Zustandsberichte (auch „Battery Passports“ genannt). Diese sollen potenziellen Käufern helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen und gleichzeitig das Vertrauen in den EV‑Markt zu stärken.

Was das für Verbraucher und Branche bedeutet

Versicherer und Flottenbetreiber könnten durch bessere Daten zu den langfristigen Besitzkosten Vorteile ziehen, was die Marktbeurteilung positiver beeinflussen dürfte. Insgesamt hat die Studie das Potenzial, traditionelle Annahmen zur Bewertung von Fahrzeugeigenschaften erheblich zu verändern und Käufern mehr Sicherheit beim Kauf von Elektroautos zu geben.

Die Erkenntnisse von Generational laden Verbraucher dazu ein, ihre Meinung zu Elektrofahrzeugen neu zu überdenken und mögliche Wertpotenziale zu erkennen. Wie diese Ergebnisse das künftige Kaufverhalten beeinflussen werden, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, welche Rolle verlässliche Daten bei der Förderung der Akzeptanz von Elektrofahrzeugen spielen.